Manuelle Therapie

Die Manuelle Therapie beinhaltet auch in der Baby- und Kinderbehandlung das Auffinden und Beheben von Gelenkblockierungen.

Ja, auch schon Ihr Baby kann sich eine Gelenkblockierung zuziehen, z.B. durch den Geburtsvorgang. Vorzugsweise geschieht dies an den Kopfgelenken (Übergang vom Schädel zur Halswirbelsäule), an der Lendenwirbelsäule (bevorzugt am Übergang Lendenwirbelsäule und Kreuzbein) und am sogenannten ISG-Gelenk (Gelenk zwischen Darmbeinschaufel und Kreuzbein). Diese Blockierungen äußern sich dann z.B. dadurch, dass Ihr Baby sehr viel spuckt oder schreit und Sie es kaum beruhigen können. Blockierungen der Brustwirbelsäule und der Lendenwirbelsäule zeigen sich oft in einer Überstreckung oder Ihr Baby neigt sich bevorzugt zu einer Seite. Werden solche Blockierungen nicht behoben, führen sie zu einer Fehlhaltung und zu unphysiologischen Wirbelsäulenkrümmungen. Auch die Zahn- und Kieferstellung wird negativ beeinflusst. Die Folgen müssen dann später durch langwierige kieferorthopädische und physiotherapeutische Behandlungen korrigiert werden.

Diese und weitere Symptomenkomplexe werden erfolgreich durch Manuelle Therapie behandelt. Eine gute Ergänzung der Manuellen Therapie ist die Osteopathie. Hierzu lesen Sie bitte den Text zur Osteopathie für Baby und Kinder.

Blockierungen im Kleinkind- und Kindesalter treten oft durch Stürze, oder auch wie bei Erwachsenen, durch einseitige Haltungen, wie z.B. lange am Computer sitzen oder die fehlerhafte Sitzhaltung in der Schule, auf.

Bei Kindern und auch bei Babys kommen natürlich nur sanfte manuelle Techniken zum Einsatz und nicht das bekannte Rucksen und Knacksen, wie Sie es bei einem Erwachsenen kennen.

Die Manuelle Therapie beinhaltet jedoch nicht nur das sanfte Mobilisieren von Gelenkblockaden, sondern auch, und das ist einer der wichtigsten Punkte, das Mobilisieren des Muskel- und Fasziensytems, denn dies ist die Hauptursache für Gelenkblockierungen.

Greift man hier nicht ein und behebt die Blockierung und behandelt das Muskel- und Fasziensystem, zeigen sich unphysiologische Krümmungen der Wirbelsäule. Auch ständige Infektanfälligkeit und Konzentrationsprobleme können Auswirkungen von Gelenkblockierungen und Störungen im Muskel- Fasziensystem sein.

Zeitaufwand und Zeitraum der Behandlungen hängen von der Ausprägung der Probleme ab.

Eine Gelenkblockierung ist natürlich schnell behoben, die Behandlung des Muskel- und Fasziensystem benötigt jedoch einige Zeit. Die Behandlung des Muskel- und Fasziensystem beinhaltet sanfte Dehnungen und Kräftigungsübungen, angepasst an die Altersstufe. Hier werden spielerische Komponenten mit eingebracht, denn auch diese Therapie kann und soll Spaß machen.

Denn nur wenn Ihr Kind Spaß bei der Sache hat, ist die Therapie ein sicherer Erfolg.