Osteopathie in der Schwangerschaft

Ziel ist eine optimale Entwicklung des Fötus während die Mutter in einem homöostatischen Zustand ist.

Homöostase = ein Gleichgewicht der physiologischen Körperfunktionen. Stabilität des Verhältnisses von Blutdruck, Körpertemperatur, pH Wertes des Blute u.v.m.

Die Schwangerschaft ist eine ganz besondere Phase im Leben einer Frau und Ihres ungeborenes Kindes. Der Verlauf der Schwangerschaft ist von besonderer Bedeutung für die Entwicklung des ungeborenen Kindes und für den Geburtsverlauf. Während der Schwangerschaft muss sich die werdende Mutter in kurzer Zeit stark wechselnden Umständen anpassen. Diese sind struktureller sowie hormoneller Natur. Beispiele für Symptome sind z.b. die starke Übelkeit und Erbrechen in der 1.-12. Woche.

Mögliche Ursachen sind, dass der mütterliche Organismus für zwei arbeiten und entgiften muss, was oft zu einer Belastung der Leber führt. Osteopathische Techniken, welche die Durchblutung und die Drainage der Leber verbessern können hier hilfreich sein.
Manchmal tritt eine Darmträgheit auf, die die gesamte Schwangerschaft über andauern kann. Sie lässt sich in der Regel durch gesunde Ernährung und viel Trinken beheben. Manchmal ist eine osteopathische Behandlung der Viszera (Eingeweide), des Beckenbodens hilfreich.

Durch die Entwicklung des Kindes können sich bestehende Dysfunktionen der Mutter z.B. Lendenwirbelsäulenbeschwerden, Halswirbelbeschwerden verstärken.
Fasziale Torsionsmuster verstärken sich wie die Lordose der LWS, Kyphose der BWS, Lordose der HWS. Die gesamte Statik der Schwangeren verändert sich. Das muskuloskelettale System muss sich an diese neuen Veränderungen anpassen, was Schmerzen hervorrufen kann. Die untere Brustwirbelsäule und der dorolumbale Übergang werden vermehrt belastet. Dysfunktionen in diesem Bereich können den Uterus beeinflussen. Die Mobilität im dorsolumbalen Übergang ist für die Aktivität des Zwerchfells wichtig und damit für die Atmung und Sauerstoffversorgung der Mutter und damit des Kindes.

Der venös-lymphatische Stau vermehrt sich (es kommt mehr Blut zu den Geweben als das System abtransportieren kann.

Man kann die Schwangerschaft in 3 Phasen einteilen

1.Phase = strukturelle Phase von der 0 bis zu 28 Woche

Hier können monatliche Behandlungen sinnvoll und hilfreich sein.

In dieser Phase beginnen sich die natürlichen Krümmungen der Wirbelsäule zu verstärken. Das kann wiederum Stress für die Halswirbelsäule und für die Kopfgelenke bedeuten und somit zu Problemen führen.

2.Phase = kongestive Phase (Stauungsphase) von der 28. Woche bis zur 36. Woche

Hier können im 3 Wochen Abstand Behandlungen hilfreich sein

Hier treten Flüssigkeitsansammlungen auf, die das venös- lymphatsche System leicht überlasten können und dadurch können Beschwerden auftreten.

Durch die Behandlung mit osteopathischen Techniken kann man Entlastung für das venös-lymphatische System erreichen und somit Die Gesundheit von Mutter und Kind fördern.

3.Phase = Vorbereitungsphase

In dieser Phase fühlen sich die Frauen oft erst richtig schwanger.

Hier liegt der Behandlungsschwerpunkt wieder auf dem venös-lymphatischen System auf das strukturelle System ( Faszinieren,Muskeln Gelenke ) und das Sacralwirbel System (damit ist der Schädel und das Kreuzbein gemeint und das dazwischen liegende Rückenmark mit all seinen Strukturen)

Studien haben gezeigt, dass eine Frau weniger Komplikationen während der Geburt zeigte, die begleitend mit osteopathischen Techniken behandelt wurde.

Die Osteopathie kann auch die Geburt positiv unterstützen

z.B. wenn die Geburt nicht richtig in Gang kommt.

Hier liegen oft Restriktionen in der Lendenwirbelsäule und im Beckenboden vor. Durch gezielte osteopathische Techniken werden diese Restriktionen gelöst.
Quelle:
Handbuch der pädiatrischen osteopathie S.4-5 Eva Möckel/ Norri Mitha (Hrsg.)
DVD Kinderbehandlung, Schwangerschaft von Tom Esser

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